Aktuelles „Start the engine“ – Die Geschichte der Startsysteme von ŠKODA

Vom normalen Schlüssel beim LAURIN & KLEMENT 110 bis zum schlüssellosen System „Kessy“

Kurbeln, treten, umdrehen, drücken: Um ein Fahrzeug zu starten wurden in den vergangenen Jahrzehnten verschiedene Techniken entwickelt. Wie die Entwicklung bei ŠKODA ihren Anfang nimmt und welche Etappen sie bis zum heutigen Knopfruck genommen hat, wird eindrucksvoll im ŠKODA Museum in Mladá Boleslav gezeigt. Wir nehmen Sie mit und halten an verschiedenen Stationen in der Geschichte der Startsysteme.

1908 LAURIN & KLEMENT BSC

Bereits für den legendären Sportwagen von 1908, den Laurin & Klement BSC wurde ein Schlüssel verwendet, um den Motor zu starten. Allerdings nicht in der Art und Weise, wie es in modernen Fahrzeugen der Fall ist: Der Schlüssel diente dazu, den Stromkreis des Fahrzeugs zu schließen. Daraufhin wurden die Zulaufhähne für Kraftstoff und Öl manuell gedreht, die Zündung eingestellt und erst dann konnte das Fahrzeug mit einer Kurbel gestartet werden. Um das Fahrzeug abzustellen wurde der Schlüssel erneut gedreht (um den Stromkreis wieder zu öffnen) und danach die Kraftstoff- und Öl-Zufuhr geschlossen.

1929 LAURIN & KLEMENT 110

1925 rollte einer der Meilensteine in der ŠKODA Unternehmensgeschichte über die Straßen. Der L&K ŠKODA 110 wurde zwar noch immer mithilfe einer Kurbel gestartet, war jedoch erstmalig mit einem elektrischen Hebel ("Choke") ausgestattet. Der Hebel war auf der rechten Seite des Armaturenbretts angebracht und wurde bei Kaltstarts verwendet, um das Kraftstoff-Luftgemisch anzufetten und so das Starten zu ermöglichen.

1940 ŠKODA SUPERB 4000, Typ 919

Der Urvater der SUPERB-Baureihe wurde 1934 auf dem Prager Autosalon vorgestellt. 1939 folgte der ŠKODA SUPERB 4000 Typ 919 zu einem Zeitpunkt, an dem Elektrostarter zuverlässiger waren und Startvorgänge mithilfe einer Kurbel zunehmend der Vergangenheit angehörten. Im Vergleich zum LAURIN & KLEMENT 100 war der Choke in der Mitte des Armaturenbretts platziert.

1960 ŠKODA OCTAVIA, Typ 985

Einige Jahre nach dem Krieg wanderte das Schlüsselloch auf die linke Seite neben das Lenkrad. Der Choke fand auch beim Typ 985 in der Mitte des Armaturenbretts seinen Platz. Das Bordwerkzeug des ŠKODA OCTAVIA enthielt jedoch noch immer eine Kurbel. Das Loch zum Durchstecken der Kurbel war im Typ 985 gut versteckt hinter dem abnehmbaren Nummernschild.

1966 ŠKODA 1000 MB

Das "Auto für Jedermann" wurde 1960 konzipiert und ging 1964 in Produktion. Allein im Jahr 1966 rollten rund 90.000 Fahrzeuge aus den Werkshallen. Der ŠKODA 1000 MB setzte hinsichtlich des Startsystems neue Maßstäbe, da es das erste Modell war, bei dem komplett auf eine Kurbel verzichtet wurde. Der Zündschlüssel wanderte auf die rechte Seite des Lenkrads und der Choke war nun zwischen den Vordersitzen zu finden, wo er bis in die späten 80er-Jahren platziert bleiben sollte.

1988 ŠKODA FAVORIT

Die Mittelklasselimousine ŠKODA 125 L war Ende der 1980er-Jahre das letzte Modell der Marke mit manuellem Choke. 1988 kam der Kompaktwagen ŠKODA FAVORIT mit automatischem Choke auf den Markt. Fortan musste der Fahrer nur noch den Schlüssel umdrehen, um den Motor zu starten.

ŠKODA 1000 MB

2000 - neues Schlüsseldesign

Neben den Startsystemen entwickelten sich auch die Schlüssel weiter: Ende des 20. Jahrhunderts wandelte sich das Design des Zündschlüssels mit feststehendem Schlüsselbart, der viele Jahre erfolgreich seine Dienste getan hatte. Das lag zum Beispiel an neuen Funktionen, wie der elektronischen Wegfahrsperre, die fortan in den Griff integriert waren. Ein weiteres Beispiel ist die ferngesteuerte Zentralverriegelung, die es erübrigt, einen physischen Schlüssel in das Türschloss zu stecken. Der ŠKODA FABIA aus dem Jahr 2000 war das erste Modell mit einklappbarem Schlüssel.

2018 Die neuen ŠKODA Modelle

Die aktuellen ŠKODA Modelle verfügen über moderne „Keyless Entry, Start und Exit System(e)“, kurz KESSY. Der Fahrzeugschlüssel kann in der Hand-, Hosen- oder Jackentasche bleiben, der Fahrer muss nur noch den Startknopf im Armaturenbrett betätigen, um den Motor zu starten. ŠKODA führte das schlüssellose Zugangs- und Start-Stopp-System KESSY 2010 im SUPERB ein.

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