Rückspiegel Stoßstange war gestern

Wir zeigen Ihnen, was Sie über den Nachfolger der Stoßstange wissen müssen.

Im Duden gibt es sie noch. Im wirklichen Autoleben aber nicht mehr. Die gute alte Stoßstange ist out. Das laut Wörterbuch „an einem Kraftfahrzeug vorn und hinten angebrachte Kunststoff-, früher Blechteil zum Schutz der Karosserie bei leichten Stößen“ hat seine Funktion verändert. Von einer Stange kann keine Rede mehr sein.

Blick hinter die Pelle

An ihrer Stelle befindet sich nur noch eine Kunststoffpelle. Interessant ist das, was dahinter steckt. Hinter dem etwas wulstigen Bumper sitzt der Ersatz für die Stoßstange vergangener Tage: eine Art Crashbox, montiert auf einem Querträger. Der Stoßfänger. Er verhält sich anders als die Stoßstange alten Typs, die den Aufprall voll auf die Längsträger des Fahrzeugs lenkte. Der Stoßfänger opfert sich quasi, um die Längsträger des Karosseriebodens zu schützen.

Um seine Funktion zu prüfen, führte der Versicherungsverband sogar einen obligatorischen Crashtest ein: den so genannten Bumpertest. Solch unabhängige Crash-Reparaturtests finden unter anderem auf der Crashbahn des ŠKODA Testzentrums in Mladá Boleslav statt. Die Simulation: ein typischer Auffahrunfall vorn und hinten, so wie er oft an Kreuzungen passiert.

Unsichtbare Knautschzonen

Das Ergebnis solcher Tests sind unter anderem neu entwickelte Pralldämpfer vor dem Längsträger. Sie verhindern dank eingebauter Knautschzonen – der Fachmann spricht von definierten Anfalthilfen –, dass die Stoßkraft unter Umständen bis in den Fußraum oder gar ins Dach weitergeleitet wird. Die Deformationselemente in den Stoßfängern sind so konstruiert, dass sie die Energie bei geringfügigen Karambolagen gut absorbieren.

ŠKODA nutzte den neuen Bumpertest, um einen weiteren Sicherheitsaspekt zu überprüfen: die richtige Höhe der Stoßfänger. Diese sollen bei Fahrzeugen aller Automarken möglichst gleich hoch sitzen. Denn aufprallende Autos sollen den am Unfall beteiligten Wagen schließlich nicht ober- oder unterhalb des Stoßfängers treffen, sondern möglichst genau in Höhe der Knautschzone.

Der obligatorische Crashtest und Härtetests sorgen für einwandfreie Stoßfänger.

Aus eigener Kraft in die Werkstatt

Die Achsgeometrie übersteht einen solchen Aufprall in der Regel ebenfalls unverändert. Der Fahrer kann also die Werkstatt im Normalfall aus eigener Kraft erreichen. Spätestens hier macht sich ein weiterer Vorteil bezahlt. Um die Karosserie freizulegen, müssen nur geschraubte Teile entfernt werden. Das erlaubt eine schnelle und preiswerte Reparatur.

Und der Reparaturaufwand entscheidet letztlich darüber, in welche Typenklassen die Assekuranz die jeweiligen Fahrzeuge einstuft. Deshalb hat die Evolution der Stoßstange noch einen weiteren, sehr angenehmen Effekt: In Bezug auf die Versicherungskosten verdienen sich ŠKODA Fahrzeuge redlich das Attribut ‚geizig‘.

Der Fahrer kann also die Werkstatt im Normalfall aus eigener Kraft erreichen.

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