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Licht an! Die Evolution der ŠKODA Scheinwerfer

Gaslaterne, Xenon und LED: Wie sich in mehr als 100 Jahren die Scheinwerfer entwickelt haben.

Man nennt ihn Gangwahlhebel, Schaltknauf, Ganghebel, Schaltknüppel, Handschalthebel oder Gangwahlschalter. So viele Namen er hat, so lange war er auch auf Reisen, bis er seinen angestammten Platz im Auto fand. In der langen Historie von ŠKODA wanderte der Schalthebel von der Fahrzeug-Außenseite über die Mittelkonsole bis ans Lenkrad und zurück.

H-Schaltung, U-förmige Führung oder Kulissenschaltung, Wurm- oder Labyrinthgasse, mit Rückwärtsgangarretierung. Die technische Vielfalt und die erhöhte Anzahl an Gängen machte sich auch beim Design der ŠKODA Schalthebel bemerkbar. Mit Schaltdiagrammen als Windschutzscheiben-Aufkleber oder einem RS-Emblem auf dem Knauf. Der ŠKODA Schalthebel hat eine wahre Evolution durchlebt. Spurensuche im ŠKODA Museum:

v. l. n. r.: Voiturette A und Sg

1906
Laurin & Klement
VOITURETTE A

In den ersten automobilen Fahrzeugen, wie der L&K Voiturette A, war der Schalthebel neben der Handbremse auf der rechten Seite vom Fahrer angebracht. Mit einem Verriegelungsbolzen mussten die drei Vorwärts- und ein Rückwärtsgang in Position gehalten werden.

In den ersten automobilen Fahrzeugenwar der Schalthebel auf der rechten Seite vom Fahrer angebracht.

1913
Laurin & Klement
Sg

In den zunehmend geschlossen gebauten Autos war im Innenraum kaum noch Platz für Gangwahlschalter und Handbremse. Die Lösung: Bei diesem Laurin & Klement Sg von 1913 wanderten die Hebel an die Außenseite des Fahrzeugs.

v. l. n. r.: ŠKODA 110 und ŠKODA POPULAR MONTE CARLO

1929
Laurin & Klement
ŠKODA 110

In den 1920er Jahren wurden die Autos wieder größer und der Schaltknauf konnte endlich seinen wahren Platz im Innenraum des Fahrzeugs einnehmen. In der ŠKODA Heimat Tschechoslowakei herrschte Linksverkehr, die Autos waren daher Rechstlenker und der Schalthebel in der Mitte am Boden platziert.

Die meisten Autos in den 1930ern hatten ein 3-Gang-Getriebe.

1937
ŠKODA POPULAR MONTE CARLO

Die meisten Autos in den 1930ern – wie das ŠKODA POPULAR MONTE CARLO Coupé – hatten ein 3-Gang-Getriebe. Als die ersten Modelle mit vier Gängen auf den Markt kamen, entwickelte sich die schöne Kunst der Schaltschemata, die dem Fahrer die Position der Gänge in der Schaltkulisse aufzeigten.

v. l. n. r.: ŠKODA OCTAVIA 1960 und ŠKODA 1000 MB

1960
ŠKODA OCTAVIA

Wer diesen Klassiker schon mal gefahren ist, kennt das edle Gefühl: In einem ŠKODA OCTAVIA aus den Sechzigern ist der Schalthebel direkt am Lenkrad. Den gewonnenen Platz im Bodenbereich nutzten die Designer und tauschten die beiden Einzelsitze gegen eine große gemütliche Bank.

Die Designer tauschten die Einzelsitze gegen eine große gemütliche Bank.

1966
ŠKODA 1000 MB

Seit dem ŠKODA 1000 MB von 1966 hat der Ganghebel in der Mittelkonsole wieder seinen festen Platz eingenommen. In 1985 debütierte die 5-Gang-Schaltung im ŠKODA 130 und verhalf dem Schalthebel noch mal zu einem Upgrade.

v. l. n. r.: ŠKODA 125 L und ŠKODA OCTAVIA

1989
ŠKODA 125 L

1989 steht nicht nur für politische Umbrüche, auch in Sachen Gangschaltung tat sich einiges: Bei der ŠKODA 105/120/130 Linie wurde der alte Schaltknauf aus Hardplastik schrittweise durch einen weicheren Knauf aus PU-Schaum ausgetauscht. Ein Aufkleber auf der Windschutzscheibe zeigte dem Fahrer das Schaltdiagramm.

Die erste Automatikschaltung in einem ŠKODA gab es 1996.

1996
ŠKODA OCTAVIA

Die erste Automatikschaltung in einem ŠKODA gab es 1996 im neu aufgelegten OCTAVIA. Im 1999 folgenden Sondermodell „Laurin & Klement“ bekam der OCTAVIA eine gehobene Ausstattung mit beiger Volllederausstattung, Sitzheizung, Interieurleisten in Wurzelholzimitat und Lederlenkrad verpasst.

v. l. n. r.: ŠKODA KAROQ und ŠKODA OCTAVIA RS 2018

2018
ŠKODA KAROQ

In fast allen modernen ŠKODA Modellen stehen 5 oder 6 Gänge sowie 6- und 7-Gang-DSG zur Auswahl. Viele Getriebe werden von ŠKODA selbst in Vrchlabí und Mladá Boleslav hergestellt und sind ein technisches Meisterstück. Das DQ 200 Doppelkupplungsgetriebe besteht aus 352 Einzelteilen und kann in Milisekunden einen Gang schalten.

Heute stehen 5 oder 6 Gänge sowie 6- und 7-Gang-DSG zur Auswahl.

Die ersten Autos tuckerten noch mit gasbetriebenen Karbidlaternen durch die Nacht, die nur wenige Meter weit leuchten konnten. 100 Jahre später strahlen Autoscheinwerfer dank Lasertechnologien bis zu 600 Meter weit und blenden bei Gegenverkehr automatisch ab. Vom Bosch-Licht über Xenon bis zur heutigen LED-Technik ist viel passiert in der Geschichte der Scheinwerfer.

Als einer der ältesten Automobilhersteller der Welt hat ŠKODA diese Evolution seit den Anfängen begleitet und war bei Technik und Design immer vorn dabei. Wir haben uns ein paar Perlen aus dem ŠKODA Museum rausgesucht, um die eindrucksvolle Entwicklung der ŠKODA Scheinwerfer zu zeigen:

LAURIN & KLEMENT VOITURETTE A

Das erste Auto aus Mladá Boleslav, die LAURIN & KLEMENT VOITURETTE A von 1906, war optional mit Karbidlampen erhältlich. Scheinwerfer waren damals noch keine Pflicht im Straßenverkehr. Zuvor wurden wie bei Pferdekutschen Lampen mit Kerzen oder Petroleum verwendet, um den Weg zu beleuchten.

LAURIN & KLEMENT ŠKODA 110

Das erste Licht, das über einen Generator erzeugt wurde, führt Bosch 1913 ein. In den 1920er-Jahren avancierte es zur Standardausstattung bei Autos, so wie bei diesem LAURIN & KLEMENT ŠKODA 110 von 1929. Neu war auch die Möglichkeit, zwischen Abblend- und Fernlicht umzuschalten. Dazu ließ sich die Neigung der Scheinwerfer mit einem Hebel im Fahrzeug verstellen.

Neu war auch die Möglichkeit, zwischen Abblend- und Fernlicht umzuschalten.

ŠKODA 645

Das Herstellerlogo in das Scheinwerferglas zu gravieren, war in den späten 1920er- und frühen 1930er-Jahren en vogue. Auch das neue Oberklasse-Modell aus Mladá Boleslav, der ŠKODA 645, konnte sich diesem Trend nicht entziehen. Die Typenbezeichnung 645 verweist übrigens mit der ersten Ziffer auf die Zylinderzahl und mit den letzten Ziffern auf die PS.

ŠKODA POPULAR MONTE CARLO

Die Scheinwerfer hinter Gittern zu verstecken, war eigentlich nur bei militärischen oder landwirtschaftlichen Fahrzeugen zu finden. Der legendäre ŠKODA POPULAR MONTE CARLO machte eine Ausnahme und gehört auch deshalb zu den bedeutendsten Modellen der ŠKODA Geschichte. Die gesamte Karosserie dieses Sportlers war aerodynamisch optimiert. Die Scheinwerferblenden unterstrichen die windschlüpfige Linie.

Der ŠKODA POPULAR MONTE CARLO gehört zu den bedeutendsten Modellen der ŠKODA Geschichte.

ŠKODA OCTAVIA

Der OCTAVIA aus den 1960er-Jahren war ein besonderes Auto. Einzigartig in der Geschichte von ŠKODA war der Gangschalthebel direkt am Lenkrad. Auch das zum Umschalten von Abblend- auf Fernlicht wirkt aus heutiger Sicht unkonventionell, war damals aber durchaus üblich: Dazu musste der Fahrer einen Knopf neben dem Kupplungspedal betätigen.

ŠKODA 125

Die nächste Evolutionsstufe war mit dem ŠKODA 125 in den 1980er-Jahren erreicht, als große Scheinwerferkästen in die Fahrzeugfront integriert wurden. Bisher waren runde und ovale Scheinwerfer üblich. Beim ŠKODA 125 wanderten zudem die Blinker von der Stoßstange nach oben direkt neben die Scheinwerfer.

ŠKODA SUPERB I

Zur Jahrtausendwende überschlug sich dann die technische Entwicklung. Den ersten Bi-Xenon Scheinwerfer mit dynamischer Leuchtweitenverstellung und ausfahrbaren Scheinwerfer-Reinigungsdüsen gab es erstmals beim SUPERB I im Jahr 2001 als optionales Extra.

Zur Jahrtausendwende überschlug sich die technische Entwicklung.

ŠKODA OCTAVIA III

Die LED-Technologie führte ŠKODA beim OCTAVIA RS im Jahr 2009 ein. Damals noch als Zusatzleuchte in der Frontstoßstange. Ab 2013 verfügten dann auch die Hauptscheinwerfer beim OCTAVIA und dem überarbeiteten SUPERB II über die moderne Leuchttechnologie.

ŠKODA KAROQ

Die Entwickler der Scheinwerfer-Technologie hat insbesondere in den vergangenen beiden Jahrzehnten rasant Fahrt aufgenommen. Halogen wurde durch Xenon abgelöst, und heute gilt LED als die optimale Lösung für eine gute Ausleuchtung der Straße. Die LED-Technik arbeitet Hand in Hand mit fortschrittlichen Fahrassistenzsystemen wie dem Lichtassistenten im neuen ŠKODA KAROQ, der je nach Lichtverhältnissen und Verkehrssituation automatisch auf- und abblendet. Was uns in Zukunft wohl noch erwartet?

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