Aktuelles Aufladen statt tanken (Teil 2)

Wir zeigen Ihnen, wie sich das Leben der Autofahrer im Zuge der Elektromobilität verändern wird

Im ersten Teil zum Thema Aufladen haben wir unter anderem über die verschiedenen Auflademethoden und die Reichweite der Elektrofahrzeuge gesprochen. Im zweiten Teil gehen wir der Frage nach, wie sich die gesamte Infrastruktur verändert und welche spannenden Entwicklungen uns noch bevorstehen.

Entwicklung der Infrastruktur

Die gesamte Ladeinfrastruktur zu erweitern und zu verbessern bedeutet vor allem, dass öffentliche Ladestationen auf die Bedürfnisse der Menschen angepasst werden. So wäre es vorstellbar, dass ich, während mein Auto lädt, in einem nahe gelegenen Restaurant essen gehe oder meine Kinder solange zum Sport oder zum Spielen begleite.

Die größten Fortschritte beim Ausbau einer solchen Infrastruktur von öffentlichen Ladestationen haben in den vergangenen Jahren Tschechien und Polen gemacht. Deutschland und besonders die Niederlande punkten mit ihrem bereits bestehenden Netz an Ladestationen und profitieren zeitgleich von einem sehr gut ausgebauten Straßennetz. Im Vergleich zu diesen Nationen hinken andere mitteleuropäische Länder bei der Dichte der Ladestationen noch deutlich hinterher. Doch die Entwicklung deutet klar darauf hin, dass die Anzahl von öffentlichen Ladestationen weiter zunimmt und es zukünftig einfacher sein wird, mit einem elektrischen Fahrzeug zu reisen.

Herausforderungen für Gegenwart und Zukunft

Marián Nič, Projektmanager für Elektromobilität im ŠKODA AUTO DigiLab, sagt, dass Autofahrer am Thema Aufladen Interesse zeigen sollten. "Wir rechnen damit, dass die Zahl der Nutzer von Elektrofahrzeugen exponentiell wachsen wird - unabhängig davon, wie die Autofahrer tatsächlich zum Thema Elektrofahrzeuge eingestellt sind." Grund dafür sind unter anderem verschiedene staatliche Förderprogramme.

Auch das Thema Ladegeschwindigkeit ist in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Hierbei wird zwischen konventionellen Lademethoden und Hochgeschwindigkeitsvorgängen unterschieden. Herkömmliche Lademethoden dauern länger, sind aber weniger energieintensiv. Denkbar, dass das Hochgeschwindigkeitsladen zukünftig als eine Art "Premium-Modell" eingeführt wird.

Das Unternehmen IONITY, an dem auch Marken des Volkswagen Konzerns beteiligt sind, baut europaweit Schnellladestationen entlang wichtiger Verkehrsachsen. Ziel ist es, mehr als 400 Stationen mit einer Leistung von bis zu 350 kW an den wichtigsten europäischen Autobahnen zu bauen. Diese Ladegeräte sollten ein wirklich schnelles Aufladen ermöglichen, das kaum länger dauert als ein Auto mit Verbrennungsmotor aufzutanken.

Elektroautos als Notstromaggregat?

Ebenfalls denkbar ist, dass künftige Elektroautos großvolumige Energiespeicher ersetzen. Somit können Elektrofahrzeuge auch als Stromquelle für das eigene Heim oder das Büro verwendet werden und etwa bei einem Stromausfall die Versorgung aufrechterhalten. "Derzeit prüfen wir Preisvorteile und arbeiten an verschiedenen Tests, die den Energieverlust verringern. Mehrere, durchaus optimistische, Modelle für die schnelle Entwicklung von Elektroautos und das Wachstum der Batteriekapazität zielen auf die Idee ab, dass Elektroautos die größte flexible Energiequelle werden", sagt Nič abschließend.

Im Jahr 2017 stieg der weltweite Bestand an Elektrofahrzeugen um rund 54 Prozent auf insgesamt 3,1 Millionen Fahrzeuge! Die internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert, dass diese Zahl bis ins Jahr 2030 auf 125 Millionen ansteigen wird. Dabei wird das höchste Wachstum in Europa und China erwartet. In diesen Regionen könnte der Anteil von Elektroautos an den Neuzulassungen dann bis zu 25 Prozent erreichen.

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