Aktuelles Die Evolution des ŠKODA Schalthebels

Auf Spurensuche im ŠKODA Museum: Wie ein Schalthebel Jahrzehnte auf Reisen war und eine eigene Kunstform erschuf. Von Voiturette A (1912) bis KAROQ (2018)

Man nennt ihn Gangwahlhebel, Schaltknauf, Ganghebel, Schaltknüppel, Handschalthebel oder Gangwahlschalter. So viele Namen er hat, so lange war er auch auf Reisen, bis er seinen angestammten Platz im Auto fand. In der langen Historie von ŠKODA wanderte der Schalthebel von der Fahrzeug-Außenseite über die Mittelkonsole bis ans Lenkrad und zurück.

H-Schaltung, U-förmige Führung oder Kulissenschaltung, Wurm- oder Labyrinthgasse, mit Rückwärtsgangarretierung. Die technische Vielfalt und die erhöhte Anzahl an Gängen machte sich auch beim Design der ŠKODA Schalthebel bemerkbar. Mit Schaltdiagrammen als Windschutzscheiben-Aufkleber oder einem RS-Emblem auf dem Knauf. Der ŠKODA Schalthebel hat eine wahre Evolution durchlebt. Spurensuche im ŠKODA Museum:

v. l. n. r.: Voiturette A und Sg

1906
Laurin & Klement
VOITURETTE A

In den ersten automobilen Fahrzeugen, wie der L&K Voiturette A, war der Schalthebel neben der Handbremse auf der rechten Seite vom Fahrer angebracht. Mit einem Verriegelungsbolzen mussten die drei Vorwärts- und ein Rückwärtsgang in Position gehalten werden.

In den ersten automobilen Fahrzeugenwar der Schalthebel auf der rechten Seite vom Fahrer angebracht.

1913
Laurin & Klement
Sg

In den zunehmend geschlossen gebauten Autos war im Innenraum kaum noch Platz für Gangwahlschalter und Handbremse. Die Lösung: Bei diesem Laurin & Klement Sg von 1913 wanderten die Hebel an die Außenseite des Fahrzeugs.

v. l. n. r.: ŠKODA 110 und ŠKODA POPULAR MONTE CARLO

1929
Laurin & Klement
ŠKODA 110

In den 1920er Jahren wurden die Autos wieder größer und der Schaltknauf konnte endlich seinen wahren Platz im Innenraum des Fahrzeugs einnehmen. In der ŠKODA Heimat Tschechoslowakei herrschte Linksverkehr, die Autos waren daher Rechstlenker und der Schalthebel in der Mitte am Boden platziert.

Die meisten Autos in den 1930ern hatten ein 3-Gang-Getriebe.

1937
ŠKODA POPULAR MONTE CARLO

Die meisten Autos in den 1930ern – wie das ŠKODA POPULAR MONTE CARLO Coupé - hatten ein 3-Gang-Getriebe. Als die ersten Modelle mit vier Gängen auf den Markt kamen, entwickelte sich die schöne Kunst der Schaltschemata, die dem Fahrer die Position der Gänge in der Schaltkulisse aufzeigten.

v. l. n. r.: ŠKODA OCTAVIA 1960 und ŠKODA 1000 MB

1960
ŠKODA OCTAVIA

Wer diesen Klassiker schon mal gefahren ist, kennt das edle Gefühl: In einem ŠKODA OCTAVIA aus den Sechzigern ist der Schalthebel direkt am Lenkrad. Den gewonnenen Platz im Bodenbereich nutzten die Designer und tauschten die beiden Einzelsitze gegen eine große gemütliche Bank.

Die Designer tauschten die Einzelsitze gegen eine große gemütliche Bank.

1966
ŠKODA 1000 MB

Seit dem ŠKODA 1000 MB von 1966 hat der Ganghebel in der Mittelkonsole wieder seinen festen Platz eingenommen. In 1985 debütierte die 5-Gang-Schaltung im ŠKODA 130 und verhalf dem Schalthebel noch mal zu einem Upgrade.

v. l. n. r.: ŠKODA 125 L und ŠKODA OCTAVIA

1989
ŠKODA 125 L

1989 steht nicht nur für politische Umbrüche, auch in Sachen Gangschaltung tat sich einiges: Bei der ŠKODA 105/120/130 Linie wurde der alte Schaltknauf aus Hardplastik schrittweise durch einen weicheren Knauf aus PU-Schaum ausgetauscht. Ein Aufkleber auf der Windschutzscheibe zeigte dem Fahrer das Schaltdiagramm.

Die erste Automatikschaltung in einem ŠKODA gab es 1996.

1996
ŠKODA OCTAVIA

Die erste Automatikschaltung in einem ŠKODA gab es 1996 im neu aufgelegten OCTAVIA. Im 1999 folgenden Sondermodell „Laurin & Klement“ bekam der OCTAVIA eine gehobene Ausstattung mit beiger Volllederausstattung, Sitzheizung, Interieurleisten in Wurzelholzimitat und Lederlenkrad verpasst.

v. l. n. r.: ŠKODA KAROQ und ŠKODA OCTAVIA RS 2018

2018
ŠKODA KAROQ

In fast allen modernen ŠKODA Modellen stehen 5 oder 6 Gänge sowie 6- und 7-Gang-DSG zur Auswahl. Viele Getriebe werden von ŠKODA selbst in Vrchlabí und Mladá Boleslav hergestellt und sind ein technisches Meisterstück. Das DQ 200 Doppelkupplungsgetriebe besteht aus 352 Einzelteilen und kann in Milisekunden einen Gang schalten.

Heute stehen 5 oder 6 Gänge sowie 6- und 7-Gang-DSG zur Auswahl.

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