Aktuelles Kristina Vogel: Ein weiterer Punkt auf der „Bucket List“

Der Wunsch, einmal in einem Rennauto mitzufahren, ist für die Olympiasiegern in Erfüllung gegangen

Es ist 8:30 Uhr am Morgen und der Bärwalder See hat eine frostige Nacht hinter sich. Dicke Nebelschwaden liegen noch auf dem Wasser und die kalte, klare November-Luft trägt nicht mehr die Gerüche von Benzin und Gummi in die Nase. Der Servicepark am See ist leergeräumt, nur wenige Zelte und ein paar Trucks lassen erahnen, dass am ersten November-Wochenende die 22. Internationale Lausitz-Rallye rund um Boxberg stattgefunden hat. Inmitten des Serviceparks steht an diesem Morgen auch der große Team-Truck von ŠKODA AUTO Deutschland. Das kontinuierliche Piepen, unter dem sich die Ladefläche des großen Lkw langsam senkt, ist eines der ersten Geräusche an diesem Morgen. Der Motor des FABIA R5 evo wird gestartet, um ihn langsam auf die richtige Temperatur zu bringen. Wenig später rollt der Bolide des dreimaligen deutschen Rallye-Meisters Fabian Kreim aus dem Trailer.

Fabian Kreim und Tobias Braun, Fahrer und Copilot des DRM-Teams von ŠKODA AUTO Deutschland, warten gespannt auf Kristina Vogel. Die zweifache Olympiasiegerin im Bahnradsport wird neben Fabian im FABIA R5 evo Platz nehmen. Aus dem tief liegenden Nebel der Zufahrt taucht ihr schwarzer ŠKODA SUPERB auf und bleibt neben dem Truck stehen. Kristina lässt das Fenster herunter, grinst und ruft Fabian Kreim zu sich. Ob sie sich freuen würde, fragt der Deutsche Rallye-Meister. „Sehr!“, sprüht Vogel vor Begeisterung. „In einem Rennauto mitzufahren, steht schon sehr lange auf meiner, Bucket List‘.“ Sie hebt sich aus ihrem SUPERB in den Rollstuhl und bewegt sich Richtung FABIA R5 evo, der schon auf sie wartet.

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Erst die Pflicht, dann die Kür

„Irre, und da soll ich einsteigen und mit 200 Sachen mit dir durch den Wald pfeilen?“, fragt sie grinsend, während sie über die Motorhaube streicht. Der Rallye-Meister nickt ihr begeistert zu und öffnet die Motorhaube. Nach einer kurzen Einführung in die Welt des Rallye-Sports durch den erfahrenen Youngster zieht sie sich den Rennanzug an. Kristina lacht: „So einen habe ich zum letzten Mal als Kind getragen. Langsam wird es wohl ernst“, sagt sie. „Dann schauen wir mal, wie ich mich so als Copilotin schlage.“

Tobias Braun beugt sich über den Fahrersitz zu ihr und erklärt, welche Aufgaben ein Copilot übernimmt und wozu die Anzeigen auf der Mittelkonsole dienen. „Das ist schon ein bisschen anders als in meinem SUPERB“, stellt Kristina fest. „Ich würde mit diesem Auto ungern 500 Kilometer fahren wollen.“ Tobias Braun erklärt: „Der FABIA R5 evo ist eben perfekt auf Performance getrimmt. Im Innenraum wird es zudem ziemlich heiß – aus Gewichtsgründen verzichten wir auf jegliches Dämmmaterial. Die Abwärme des Motors und des Antriebsstrangs sorgt im Cockpit für hohe Temperaturen. Aber Komfort steht auch nicht im Vordergrund, das Rallye-Auto ist ein Sportgerät!“

Fabians neue Copilotin Kristina Vogel.

Auf die Piste

Die vier Kolben des 1,6 Liter großen Triebwerks bewegen sich im Takt, der Turbomotor summt unter der Fronthaube. Die Augen der Bahnradsportlerin beginnen zu glänzen. Der Rallye-Meister steuert die „Arena“ an, die legendäre Wertungsprüfung der Lausitz Rallye im Tagebau Nochten. Die bekannten Schotterpassagen garantieren Fahrspaß, haben es aber in sich: Hier etwas zu viel Gas und schon endet die Fahrt neben der Piste. Wer den Kurveneingang verpasst, landet unweigerlich im Feld. Nur den Profis gelingen die millimetergenauen Drifts durch die oftmals engen Passagen und Feldwege – und Fabian Kreim kann das, da ist sich Kristina Vogel sicher. Schließlich ist der erfahrene Rallye-Pilot die Strecke gestern noch erfolgreich im Wettbewerbstempo gefahren und hat die Schotterveranstaltung am Steuer des ŠKODA FABIA R5 evo zusammen mit Beifahrer Tobias Braun gewonnen.

Es beginnt zu nieseln. Der FABIA R5 evo hält auf der Kuppe des Zuschauerpunkts an. Von hier aus erkennt man das Kraftwerk bei Boxberg in der Ferne. Die Braunkohlebagger stehen majestätisch im Nebel, der um diese Uhrzeit noch tief im Tal steht. Das Wummern des Motors schallt über den Tagebau – und dann lässt der dreifache Deutsche Rallye-Meister die Kupplung los. Rechts in das erste Becken, Tempo 100, 150, 180. Die Tachonadel schnellt unaufhaltsam voran. Die erste Linkskurve – Fabian hat das Lenkrad fest im Griff, zirkelt den Rallye-Boliden gekonnt an den aufgeschütteten Erdhügeln vorbei.

Mit gut 200 km/h durch Staub und Dreck

Weiter geht es auf der Geraden. Fabian beschleunigt auf rund 200 km/h, dann eine starke Bremsung, um die Auffahrt in die hintere Arena zu nehmen. Für den schönen Ausblick von hier auf das Kraftwerk haben Fabian Kreim und Kristina Vogel kein Auge, die Olympiasiegerin wagt es in den engen Kurvendurchfahrten nicht einmal zu blinzeln. Im Drift wirbelt der Rallye-Bolide Erde und Schotter auf und zieht eine Wolke aus Staub hinter sich her – die einzigartige Rallye-Atmosphäre bricht sich Bahn. Der rutschige Untergrund lässt den Boliden quer durch die Kurven driften – jetzt bloß den richtigen Winkel zum Gegenlenken erwischen, um das Auto für die darauffolgende Gerade zu positionieren. Noch 40 Meter, 30, 20 und dann hebt der R5 ab. Fliegt über 30 Meter weit und landet dank der speziellen McPherson-Federbeine nicht so hart, wie es von außen scheinen mag. Der Deutsche Rallye-Meister bremst und lässt den Turbo-Allradler ausrollen.

Dreck klebt am Rallye-Boliden. Die heißen Bremsen knistern. Kristina öffnet sichtlich begeistert die Tür. Hitze steigt aus dem Innenraum des Boliden. „Irre, einfach irre“, freut sich die Bahnradsportlerin und wischt sich den Schweiß von der Stirn. „Es war mega aufregend, faszinierend wie sich das Auto auf losem Untergrund bewegen kann, wenn es um die Kurve driftet und über Kuppen fliegt und richtig landet“, berichtet sie beeindruckt. „Du fährst hier durch den Wald und es geht nur zehn Zentimeter an Bäumen vorbei. Wobei ich dachte: oh je, oh je, knapper dürfte es nicht sein. Ich bin so happy, dass sich Fabian Kreim die Zeit genommen hat, mit mir diesen Schotter-Parcours zu fahren.“

Eine einzigartige Rallye-Atmosphäre bricht sich Bahn.

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