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Einmal ŠKODA Headquarter und zurück: Wir haben den tschechischen LKW-Fahrer Jaroslav Tětek begleitet

Jaroslav Tětek ist ein LKW-Fahrer, der mit PKW-Transportanhängern durch Europa fährt. In zehn Jahren hat er mehr als 20.000 Autos befördert. Davor fuhr er einen klassischen Sattelauflieger. Er hat nie daran gedacht, einen anderen Job als das Lastwagenfahren auszuüben.

Vom ŠKODA Werk in die Welt hinaus

Jaroslav Tětek ist 56 Jahre alt. Der Mitarbeiter von Turinsky Transport, einem Unternehmen aus Mladá Boleslav, fährt mit einer Ladung ŠKODA Modelle aus dem Werk in Mladá Boleslav oder dem Werk in Kvasiny los. Der Anhänger kann zehn der kleineren Modelle wie den ŠKODA CITIGO aufnehmen oder sieben Exemplare des großen SUV ŠKODA KODIAQ. Er kann auch eine kombinierte Ladung tragen, wie z.B. einen neunteiligen Mix aus ŠKODA FABIA und ŠKODA OCTAVIA.

Die üblichen Routen führen ihn meist nach Deutschland, gelegentlich verschlägt es ihn aber auch in weiter entfernte Regionen wie Spanien. Solche Touren bereiten ihm am meisten Spaß, denn sie sind die ultimative Gelegenheit für ihn, zwischen dem Be- und Entladen mal eine richtige Langstrecke zu fahren und die vorgeschriebenen Ruhepausen zu genießen.

Keine Zeit für Sightseeing

Auch wenn sich Jaroslav Tětek auf der Straße frei fühlt, heißt das nicht, dass er Urlaub hat, wenn er sein Ziel erreicht. Gelegentlich trifft er auf einen Kollegen, der sich am Zielort auskennt und ihm einige der lokalen Sehenswürdigkeiten zeigt. Normalerweise bleibt jedoch keine Zeit, das Land zu erkunden. Wie die meisten Fahrer packt er sich vor jeder Tour einigen Mahlzeiten ein, da er mit seinem LKW nicht so einfach in die Innenstädte fahren und vor dem Supermarkt parken kann. Ein Vorteil: Das spart ihm tatsächlich Geld. Von Zeit zu Zeit ergibt sich aber doch die Möglichkeit, in einem Restaurant zu essen.

Wenn er an einer Tankstelle oder einem LKW-Parkplatz anhält, spricht er gerne mit Leuten, die ein Interesse an seiner Fracht zeigen. Hauptsächlich passiert das in der Ferienzeit. Einige fragen, wie die Autos beladen werden, andere interessieren sich für die Autos selbst und fragen nach den Unterschieden zwischen ihnen. Brandneue ŠKODA Modelle erregen die meiste Aufmerksamkeit.

In allen europäischen Ländern, in denen Tětek unterwegs war, hat er ŠKODA Modelle auf den Straßen gesehen. Es verwundert daher nicht, dass er sich für die Fahrzeuge, die er selbst transportiert, auch am meisten interessiert. Er hat beispielsweise festgestellt, dass es sich bei den nach Deutschland transportierten ŠKODA OCTAVIA praktisch immer um Kombis handelt. Seine ŠKODA SUPERB sind hauptsächlich schwarz oder weiß. Andere Farben sind (zumindest auf seiner Tour) nicht so verbreitet.

Jaroslav Tětek spricht gerne mit Menschen, die ein Interesse an seiner Fracht haben

FÄHIGKEITEN UND ERFAHRUNGEN SIND ENTSCHEIDEND

Für das Auf- und Abladen der zu transportierenden Fahrzeuge sind die Fahrer selbst verantwortlich. Diese Fahrzeuge werden auf der Grundlage einer Online-Bestellung im ŠKOTR-System vorbereitet, an das sowohl der Spediteur als auch ŠKODA angeschlossen sind. Die Fahrer arbeiten mit Mitarbeitern von ŠKOTRANS, der für die Distribution der produzierten Fahrzeuge zuständigen Abteilung, zusammen – gemeinsam prüfen sie die Fahrzeuge auf Unversehrtheit und planen die Verladung. "Es ist wie ein Bausatz. Die LKW-Ladung ist unterschiedlich, die Autos sind alle unterschiedlich groß, und die Anzahl der Autos, die Sie tragen, variiert. Und jedes Mal muss die Ladung an eine bestimmte Höhe und Länge angepasst werden", erklärt Tětek. Im Vergleich zu anderen Arten von Fracht ist der Autotransport also etwas abenteuerlicher. Darüber hinaus ist die maximal zulässige Höhe und Länge eines LKW nicht europaweit einheitlich, so dass die Fahrer darüber nachdenken müssen, welche Länder sie durchfahren werden.

Jeder Fahrer muss auch die Lücken zwischen den beladenen Fahrzeugen im Auge behalten. Ist der Abstand zu gering, können die Fahrzeuge beschädigt werden, wenn der LKW über Bodenwellen fährt. Außerdem muss die Ladung gegen Verrutschen gesichert werden. Der Fahrer verwendet die vorgeschriebene Anzahl von Keilen und Gurten entsprechend der Lage und Richtung des beladenen Fahrzeugs.

Leben am Steuer

Einer der Aspekte, die Jaroslav Tětek an seiner Arbeit am meisten schätzt, ist Flexibilität. Auf die Frage, was er bei einem LKW-Fahrer für wichtig hält, antwortet er ohne zu zögern, dass es keinen Platz für Leichtsinn am Steuer gibt, besonders bei großen Fahrzeugen. Vor allem bei den älteren Fahrern ist er der Meinung, dass es ein starkes Gefühl der Solidarität gibt. Er glaubt, dass dies darauf zurückzuführen ist, dass bei den Grenzkontrollen in Europa alle gewohnt waren, sich gegenseitig zu helfen. "Selbst wenn wir uns vorher nicht kannten, haben sich alle schnell gegenseitig beraten, welche Papiere wo mitgenommen werden müssen", sagt er und erinnert sich an die Stunden beim Zoll. Auch wenn die Fahrer heute nicht so sehr zur Kommunikation gezwungen sind, sagt er, dass ihre Bereitschaft, einem Kollegen zu helfen, sehr wichtig ist.

Es ist nicht einfach für LKW-Fahrer, am Wochenende einem geregelten Familienleben nachzukommen. "Die Frau sitzt zu Hause, also möchte sie am Wochenende irgendwo hingehen. Aber ich bin die ganze Woche weg, also würde ich lieber samstags und sonntags zu Hause bleiben", lacht er.

Tětek geht in seiner Freizeit oft mit seinen Enkeln auf Reisen, aber in diesen Fällen ist er nur Beifahrer.

Für Leichtsinn ist am Steuer kein Platz

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